Unter dem Namen Lace Artists 5.0 hat sich 2021 eine Gruppe von Klöppelkünstlerinnen zusammengefunden, um sich gegenseitig zu fordern und fördern. Im Mittelpunkt steht die eigene künstlerische Weiterentwicklung entlang von 5 Prinzipien:
Kreatives Arbeiten
bedeutet für uns, neue
und originelle Ideen zu entwickeln sowie Klöppeltechniken mit
Methoden aus anderen Bereichen zu kombinieren und zu erweitern.
Mut zum Experimentieren
heißt für uns,
trotz Unsicherheit neue Wege zu erproben, herkömmliche Muster
zu hinterfragen und aktiv Veränderungen anzustoßen.
Tradition und Gegenwart verbinden
bezeichnet für uns das bewusste Zusammenspiel von bewährten
Techniken und überliefertem Wissen mit neuen Erkenntnissen.
Bestehendes wird nicht ersetzt, sondern weiterentwickelt.
Austausch auf Augenhöhe
bedeutet für uns Kommunikation zwischen gleichberechtigten
Partnerinnen, unabhängig von fachlicher Expertise. Unser
Austausch ist geprägt von gegenseitigem Respekt, Wertschätzung
und aktivem Zuhören.
Technische Qualität
umfasst für uns eine saubere Ausführung und die Qualität der
Gesamtarbeit. Ein schlüssiges Gesamtkonzept sowie ein klarer
roter Faden in Umsetzung und Präsentation sind uns wichtig.

"Die zertanzten Schuhe", Barbara Corbet 
"Die schöne Lau", Hildegard Rees 
"Sterntaler", Barbara Corbet 
"Rumpelstilzchen", Hildegard Rees 
"Tränen der Meerjungfrau", Hildegard Rees 
"ungeladen", Cordula Pröfrock 
"Lavastrom", Ute Klug 
"Aspekte des Lebens", Ausstellung 2025 
"Aspekte des Lebens", Ausstellung 2025 
"Aspekte des Lebens", Ausstellung 2025 
"Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt", Barbara Corbet 
"Growing up", Hildegard Rees 
"Engel gehen mit", Katja Grieb 
"Marfas Garten I", Cordula Pröfrock 
"Schätze der Erde", Hildegard Rees 
"Leben am Fluss", Katja Grieb 
"Aurora Borealis", Barbara Corbet 
"Aspekte des Lebens", Ausstellung 2024 
"Aspekte des Lebens", Ausstellung 2024 
"Aspekte des Lebens", Ausstellung 2024 
"Warum die Bäume nicht mehr sprechen können", Katja Grieb 
"Traumfängersage", Katja Grieb 
"Marfas Garten II", Cordula Pröfrock
Ausstellungen
2025
"Aspekte des Lebens", Stadmuseum, Neumarkt i.d.OPf., Jan-Apr 2025
2024
"Aspekte des Lebens", St. Blasius, Hannoversch Münden, Aug-Sep 2024
2023
"Das i-Tüpfelchen der Kleidung", Nadelwelt, Karlsruhe, März 2023
2022
"Märchenhafte Spitze", Nadelwelt, Friedrichshafen, Oktober 2022
Künstlerinnen
Klöppeln ist Passion und Berufung für
mich.
Ich entwerfe gerne traditionelle Spitzen, arbeite aber am
liebsten Zeitgemäße Spitzen, die ich nach mir selbst gestellten
Themen entwerfe. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt
auf der modernen, farbigen Spitze für die Bekleidung. Ich
arbeite selbständig als Dozentin, schreibe Bücher und
veröffentliche meine traditionellen und modernen Klöppelbriefe.
Spitze - ein Universum aus zwei
Bewegungen
Seit jeher hat es mich fasziniert, wie
aus wenig eine unendliche Vielfalt und Komplexität entstehen
kann. Beim Klöppeln gibt es nur zwei Bewegungen – drehen und
kreuzen. Darauf basieren die unzähligen Spitzenarten, die es
heute gibt. Meine Antriebsfedern sind das Spielen und
Experimentieren mit diesen Bewegungen, sich dem Augenblick des
Entwerfens hinzugeben und sich überraschen zu lassen, was
entstehen will.

Hildegard Rees
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Klöppeln und Kunst treffen
sich! |

Irmgard Ruß
Dem Faden und der Nadel verfallen
Seit
2000 ist das Klöppeln fester Bestandteil meines Alltags. Die
Vielfalt an Techniken und Materialien fasziniert mich ebenso
wie die Herausforderung, traditionelle Formen zu bewahren und
zugleich zeitgemäß weiterzuentwickeln. Ein besonderer
Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Hohlspitze und der
feinen Trachtenspitze, die ich auch im musealen Kontext
vorführe, um Einblicke zu geben und zu inspirieren. Der
fachliche Austausch – in Kursen, Künstlerinnengesprächen sowie
auf nationalen und internationalen Spitzenreisen – ist für mich
ein wesentlicher Impuls für die eigene Weiterentwicklung.

Katja Grieb
Seit über 30 Jahren bin ich nun mit dem Klöppelvirus
infiziert.
Und was soll ich sagen? Ich bin nach
wie vor glücklich darüber, dass er mich erwischt hat. Das
Klöppeln hat mir schon immer über schwere Zeiten hinweggeholfen
und war jederzeit Entspannung pur für mich. Dass ich mich durch
das Klöppeln technisch und auch persönlich immer wieder weiter
entwickeln kann, finde ich super. Ich freue mich auf alle neuen
Herausforderungen, welche hoffentlich noch auf mich warten.

Waltraud Steeb
Aus Freude an alter
Handwerkskunst
Handarbeit begleitet mich seit
jeher – vom Stricken, Sticken und Nähen bis zum Weben. Zum
Klöppeln bin ich aus der Freude an neuen Herausforderungen
gekommen, geblieben bin ich, weil mich die Vielseitigkeit und
besonders die modernen Techniken nachhaltig faszinieren.
Gleichzeitig prägt mich die Auseinandersetzung mit
traditionellen Formen, insbesondere den regionalen Trachten und
Radhauben, und in den letzten Jahren das Arbeiten mit Metall
und mit verschiedenen Haaren auf der Jatte. Dieses
Spannungsfeld zwischen überliefertem Handwerk und
zeitgenössischem Arbeiten bildet die Grundlage meines
gestalterischen Ansatzes.
Gäste
Tradition modern denken
Klöppeln begeistert mich seit 30 Jahren und am stärksten liegt mir „Tradition modern denken“ am Herzen. So war auch der Titel meiner ersten Ausstellung. Ich betrachte Klöppeln als ein nebenwirkungsfreies Therapiemittel, um die Hektik der heutigen Zeit zu entschleunigen.


