Lace Artists 5.0

Unter dem Namen Lace Artists 5.0 hat sich 2021 eine Gruppe von Klöppelkünstlerinnen zusammengefunden, um sich gegenseitig zu fordern und fördern. Im Mittelpunkt steht die eigene künstlerische Weiterentwicklung entlang von 5 Prinzipien:

Kreatives Arbeiten
bedeutet für uns, neue und originelle Ideen zu entwickeln sowie Klöppeltechniken mit Methoden aus anderen Bereichen zu kombinieren und zu erweitern.

Mut zum Experimentieren
heißt für uns, trotz Unsicherheit neue Wege zu erproben, herkömmliche Muster zu hinterfragen und aktiv Veränderungen anzustoßen.

Tradition und Gegenwart verbinden
bezeichnet für uns das bewusste Zusammenspiel von bewährten Techniken und überliefertem Wissen mit neuen Erkenntnissen. Bestehendes wird nicht ersetzt, sondern weiterentwickelt.

Austausch auf Augenhöhe
bedeutet für uns Kommunikation zwischen gleichberechtigten Partnerinnen, unabhängig von fachlicher Expertise. Unser Austausch ist geprägt von gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und aktivem Zuhören.

Technische Qualität
umfasst für uns eine saubere Ausführung und die Qualität der Gesamtarbeit. Ein schlüssiges Gesamtkonzept sowie ein klarer roter Faden in Umsetzung und Präsentation sind uns wichtig.

Ausstellungen

2025

"Aspekte des Lebens", Stadmuseum, Neumarkt i.d.OPf., Jan-Apr 2025

2024

"Aspekte des Lebens", St. Blasius, Hannoversch Münden, Aug-Sep 2024

2023

"Das i-Tüpfelchen der Kleidung", Nadelwelt, Karlsruhe, März 2023

2022

"Märchenhafte Spitze", Nadelwelt, Friedrichshafen, Oktober 2022

Künstlerinnen

Klöppeln ist Passion und Berufung für mich.
Ich entwerfe gerne traditionelle Spitzen, arbeite aber am liebsten Zeitgemäße Spitzen, die ich nach mir selbst gestellten Themen entwerfe. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der modernen, farbigen Spitze für die Bekleidung. Ich arbeite selbständig als Dozentin, schreibe Bücher und veröffentliche meine traditionellen und modernen Klöppelbriefe.

Spitze - ein Universum aus zwei Bewegungen
Seit jeher hat es mich fasziniert, wie aus wenig eine unendliche Vielfalt und Komplexität entstehen kann. Beim Klöppeln gibt es nur zwei Bewegungen – drehen und kreuzen. Darauf basieren die unzähligen Spitzenarten, die es heute gibt. Meine Antriebsfedern sind das Spielen und Experimentieren mit diesen Bewegungen, sich dem Augenblick des Entwerfens hinzugeben und sich überraschen zu lassen, was entstehen will.

Hildegard Rees

Klöppeln und Kunst treffen sich!
Dieses alte Handwerk neu gedacht und in moderne Kunst umgesetzt, ist zu meiner Leidenschaft geworden. Es ist faszinierend wie Spitze mit anderen Kunsttechniken und Materialien korrespondiert und immer wieder zu überraschenden Ergebnissen führt.
Dies ist für mich, die das traditionelle Klöppelhandwerk erlernt und dann Kunst studiert hat, zu einer wunderschönen Verbindung geworden, die mein Leben bereichert.

Irmgard Ruß

Dem Faden und der Nadel verfallen
Seit 2000 ist das Klöppeln fester Bestandteil meines Alltags. Die Vielfalt an Techniken und Materialien fasziniert mich ebenso wie die Herausforderung, traditionelle Formen zu bewahren und zugleich zeitgemäß weiterzuentwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Hohlspitze und der feinen Trachtenspitze, die ich auch im musealen Kontext vorführe, um Einblicke zu geben und zu inspirieren. Der fachliche Austausch – in Kursen, Künstlerinnengesprächen sowie auf nationalen und internationalen Spitzenreisen – ist für mich ein wesentlicher Impuls für die eigene Weiterentwicklung.

Katja Grieb

Seit über 30 Jahren bin ich nun mit dem Klöppelvirus infiziert.
Und was soll ich sagen? Ich bin nach wie vor glücklich darüber, dass er mich erwischt hat. Das Klöppeln hat mir schon immer über schwere Zeiten hinweggeholfen und war jederzeit Entspannung pur für mich. Dass ich mich durch das Klöppeln technisch und auch persönlich immer wieder weiter entwickeln kann, finde ich super. Ich freue mich auf alle neuen Herausforderungen, welche hoffentlich noch auf mich warten.

Waltraud Steeb

Aus Freude an alter Handwerkskunst
Handarbeit begleitet mich seit jeher – vom Stricken, Sticken und Nähen bis zum Weben. Zum Klöppeln bin ich aus der Freude an neuen Herausforderungen gekommen, geblieben bin ich, weil mich die Vielseitigkeit und besonders die modernen Techniken nachhaltig faszinieren. Gleichzeitig prägt mich die Auseinandersetzung mit traditionellen Formen, insbesondere den regionalen Trachten und Radhauben, und in den letzten Jahren das Arbeiten mit Metall und mit verschiedenen Haaren auf der Jatte. Dieses Spannungsfeld zwischen überliefertem Handwerk und zeitgenössischem Arbeiten bildet die Grundlage meines gestalterischen Ansatzes.

Gäste

Tradition modern denken

Klöppeln begeistert mich seit 30 Jahren und am stärksten liegt mir „Tradition modern denken“ am Herzen. So war auch der Titel meiner ersten Ausstellung. Ich betrachte Klöppeln als ein nebenwirkungsfreies Therapiemittel, um die Hektik der heutigen Zeit zu entschleunigen.